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25 , 44 x 13 , 23 m Anna Leonie Wandmalerei / BodenzeichnungDer Titel der Ausstellung bezieht sich auf die Maße des großen Ausstellungsraumes im Kreuzgratgewölbe, über dessen gesamte Grundfläche sich eine Bodenzeichnung spannt. Der Grundriß bezeichnet zugleich ihr Format. Die Ortsbezogenheit gilt auch für die Zeichnungen im Vorraum. Im Gegensatz zur Bodenzeichnung, die unmittelbar in die Architektur eingebunden ist, nehmen diese das Maß der Bodenfläche proportional auf. Die Anzahl der auf Tafeln ausgeführten Zeichnungen bezieht sich auf die Anzahl der 12 freistehenden Säulen des großen Ausstellungsraumes. Das Reflektieren des architektonischen Umfeldes intendiert die Vergegenwärtigung des Raumes, das Aktivieren seiner Präsenz, eine Wahrnehmung, die sich im interaktiven Gegenüber von subtilen, bildnerischen Mitteln und realem Raum entfaltet. Die äußerst reduzierten Zeichnungen beschäftigen sich mit dem Kreuzgratgewölbe – der latenten Poesie der Geometrie. Diese poetische Dimension erschließt sich langsam. Das zarte Liniengerüst bewegt sich im Grenzbereich von Gegenständlichkeit und Abstraktion, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Diese im Vorraum gezeigten Zeichnungen stimmen den Betrachter ein, sensibilisieren seinen Blick beim Betreten des leerbelassenen, großen Ausstellungsraumes. Diese Leere beginnt sich zu füllen, wiederum langsam, schrittweise, eine Gratwanderung zwischen 2-ter und 3-ter Dimension, Licht und Schatten, Wand und Gewölbe, Linie und Fläche, Kreis und Ellipse. Der Betrachter erlebt den Ort auf zwei Ebenen – gleichzeitig. Die ganz der Zweidimensionalität verhaftete Zeichnung der Bodenfläche, die wiederum der realen Architektur entspringt, evoziert die Wahrnehmung des dreidimensionalen Raumes. Die Fragilität der Kreidezeichnung thematisiert das Vorübergehende, den zeitlich begrenzten Raum einer Ausstellung. Ein Prozeß, der durch den Ausstellungsbesucher beim Überschreiten der Bodenzeichnung eingeleitet wird. In vergleichbarer Weise spiegelt sich das zeitlich begrenzte in den Wandmalereien, die wie ein zarter Schatten auf den Wänden liegen. Der Verzicht auf Farbe akzentuiert die Monochromie der Bodenfläche, den rötlichen Erdton der Tonziegel, deren Farbigkeit das einfallende Tageslicht verändert. |